Eine Ära geht zu Ende

Uni intern

Im November 1964 brachte der Wissenschaftliche Informationsdienst als Vorläufer der heutigen Abteilung Kommunikation ein «bescheidenes Blatt» mit dem Titel «Neues aus der Universität Zürich» heraus. Darin wurden die Angehörigen der UZH auf zehn im Schreibmaschinenlayout gehaltenen Seiten über Antrittsvorlesungen, Dienstjubiläen und Kongresse informiert. Highlight des Bulletins war die einleitende Notiz «Vom Schreibtisch des Rektors», in dem dieser seine Kollegen etwa ermahnte, nicht «mit hängender Zunge von Vorlesung zu Vorlesung» zu hetzen, sondern die «Musse des Meditierens» zu pflegen. Nach zwölf Nummern wurde das Informationsblatt zugunsten von zwei neuen Publikationen eingestellt. 

Von 1970 bis 1997 erschien zum einen «UNI-intern», ein Heft für die «Mitarbeiter der Universitäts-Verwaltung», das aktuelle Fragen aus der gemeinsamen Arbeit thematisieren und den Teamgeist stärken sollte. Die Zeitung entwickelte sich bald zum bunten Blättchen, in dem neben Universitätsnotizen, Fachlichem und Wissenswertem auch Selbstgedichtetes («Es herbschtelet. De Summer, seit mer, seig verbii. // Das heisst – ich frög mich: Isch er überhaupt schon gsii?), Selbstgezeichnetes (Skizze vom Super-Exclusiv-Komfort-Schreibtisch für tüchtige Uni-Mitarbeiter) und Erlebtes (Bericht über eine Amerikareise) Platz fand. 

Die zweite, ebenfalls 1970 ins Leben gerufene Publikation kam deutlich professioneller daher. Unter dem Titel «uni70», «uni71» etc. sollte das neue «Mitteilungsblatt des Rektorats» über gesamtuniversitäre, hochschulpolitische und administrative Vorgänge berichten. Im Laufe der Jahre haben sich Titel und Untertitel der Universitätszeitung verändert. Seit 2015 erscheint sie als «UZH Journal». Nach gut 51 Jahren und einer langen Wegstrecke, während der sie das spannende Geschehen an der Universität Zürich widerspiegelte, wird die Campus-Zeitung mit dieser Ausgabe eingestellt.