Fünf Fragen an Rektor Michael Hengartner und Vize-Rektorin Gabriele Siegert

Herr Hengartner, warum braucht die UZH neue Strategische Grundsätze?

Michael Hengartner: Unsere heutigen Strategischen Ziele sind sechseinhalb Jahr alt, ihr zeitlicher Horizont ist das Jahr 2020. Es wird also Zeit, sie zu erneuern. Zur UZH gehören  ber 25 000 Studierende aus aller Welt und rund 9000 Mitarbeitende in verschiedensten Disziplinen und Funktionen. In dieser Vielfalt liegt unsere Stärke. Je vielfältiger die UZH-Familie aber zusammengesetzt ist, desto wichtiger ist eine Übereinkunft in Grundsatzfragen.

Frau Siegert, sind die Strategischen Grundsätze nicht einfach schöne Worte? Kaum niedergeschrieben, schon wieder vergessen?
Gabriele Siegert: Nein, die Strategischen Grundsätze sind so unverzichtbar wie ein guter Kompass an Bord. Die UZH hat den Anspruch, ihre Geschicke in dem vom Gesetzgeber gesteckten Rahmen selbst zu bestimmen. Um navigieren zu können, brauchen wir geeignete Bordinstrumente. Wir riskieren keine Blindfl ge.

Wo werden neben Forschung, Lehre, Studium und Nachwuchsförderung Akzente gesetzt?
Michael Hengartner: Bei der internationalen Vernetzung, der Forschungszusammenarbeit mit Dritten und der Einbindung der UZH in die Gesellschaft. Viel Aufmerksamkeit erhält auch das soziale Miteinander an der UZH inklusive F hrungskultur. Wir anerkennen Chancengleichheit, Diversität und Nachhaltigkeit als einen Mehrwert im universitären Leben.

Der One-Health-Ansatz bekommt einen hohen Stellenwert, warum?
Gabriele Siegert: Er ber cksichtigt den systematischen Zusammenhang von Mensch, Tier, Umwelt und Gesundheit. Mit dem One-Health- Ansatz kann die UZH ihre spezifischen Stärken als fachlich breit aufgestellte Volluniversität mit ausgezeichneter Human- und Veterinärmedizin sehr gut zur Geltung bringen.

Wer war bei der Erstellung der Strategischen Grundsätze alles beteiligt?
Michael Hengartner: Es war klar, dass der Prozess breit abgest tzt sein muss; der Zweck des Grundsatzpapiers liegt ja darin, dass die gesamte UZH sich dazu bekennt. Somit stand die Erweiterte Universitätsleitung (EUL) als Gr ndungsorgan fest. Die EUL hat dann eine Arbeitsgruppe eingesetzt, in der die Fakultäten und Stände sowie die Gleichstellungskommission vertreten waren. Hinzu kamen aus der Universitätsleitung der Direktor Finanzen und Personal, Stefan Schnyder, und, als Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Vize-Rektorin Gabriele Siegert.

Das ungekürzte Interview können Sie auf UZH News lesen

Die Unterlagen zur Vernehmlassung finden Sie über diesen Link.