Was die Arbeit leichter macht

Computer Bildschirm

Mit verschlafenem Out-of-Bed-Look und Trash-Metal-Shirt höchst professionell wirken? Das geht im Homeoffice dank Chats ganz ohne Probleme! Einer der wirklich wenigen Vorteile der Pandemie ist der Einsatz verschiedener Kollaborationstools wie MS Teams, die mir insbesondere mit Sofortnachrichten die Arbeit in der Webredaktion der UZH doch bedeutend erleichtern. 

Im Heimbüro in Winterthur darf ich dabei auch meine laut klappernde mechanische Tastatur geniessen, die meine Bürokolleginnen am Seilergraben wohl zur Weissglut und zum Griff zum Kopfhörer treiben würde. In Sekundenschnelle kann ich so jedenfalls fachkundige Inputs liefern, Links oder Dokumente teilen oder der Kollegin ein zur Sitzung passendes GIF zustellen – bei Bedarf sogar vom Handy aus. Und statt des klassischen «Ich mach dir dann gleich noch eine E-Mail» zur Verabschiedung beim Telefongespräch sende ich die benötigten Informationen gleich via Teams.

Leider scheint aber mit den Sofortnachrichten auch die Hemmschwelle bei Anfragen etwas gesunken zu sein: Manche Fragen wären wohl doch schnell mit ein bisschen googeln oder einem Blick in die Dokumentation zum CMS Magnolia beantwortet. Aber man hilft ja gerne, und das Dankeschön nach einer schnellen Rückmeldung freut einen dann doch. Chats sind für mich bedeutend persönlicher als E-Mails. Im direkten schriftlichen Gespräch berührt ein «Wie geht es dir?» deutlich mehr als in der langsameren elektronischen Briefpost. So habe ich trotz physischer Distanz zu anderen Angehörigen der UZH einige neue Bekanntschaften geschlossen und mich mit ihnen nicht nur über Berufliches ausgetauscht, sondern auch über mögliche Ferienziele, Kochrezepte und Wanderrouten.

Homeoffice, Kollaborationstools und die eigene Tastatur hin oder her: Ich freue mich natürlich, wenn sich die aktuelle Lage dann endlich verbessert und ich wieder etwas leiser tippend an meinem Arbeitsplatz sein darf. Denn meine lieben Kolleginnen und Kollegen, die fehlen mir – trotz regelmässigem Gechatte – nämlich doch sehr.

 

Fabio Schönholzer