Kaspar Staub sitzt gegenüber von zwei Modellen.

Online-Tool «Living Statistics»

Website vermittelt statistische Methoden anhand der Körpergrösse

Die Körpergrösse sei bestens geeignet, Statistik «lebendig und anschaulich» zu vermitteln, sagt Evolutionsmediziner Kaspar Staub vom Institut für Evolutionäre Medizin. Reiht sich eine ausreichend grosse Gruppe entsprechend der Häufigkeit der Körpergrössen auf, entsteht eine Gauss´sche Glockenkurve. Zugleich ist die eigene Körpergrösse ein faszinierendes biologisches Merkmal, das wir von klein auf neugierig verfolgen. Sind wir einmal erwachsen, steht sie als wichtiges Kennzeichen in unserem Personalausweis. Zusammen mit seinem Team konnte Kaspar Staub dank des Lehrkredits eine Website entwickeln, die statistische Fakten zur Körpergrösse partizipativ vermittelt. Das Basis-Experiment besteht darin, dass eine Gruppe von Studierenden oder eine Schulklasse eigene Daten rund um die Körpergrösse eingibt. Das Online-Tool berechnet danach verschiedene statistische Grössen wie den Mittelwert oder die Standardabweichung und stellt sie grafisch dar. Die Benutzer können zwischen verschiedenen Darstellungsformen wechseln und statistische Grundbegriffe spielerisch erlernen. Hintergrundinformationen dienen der Vertiefung. Die Online-Version des «Heighttools» ist seit dem Frühlingssemester abrufbar und ein «voller Erfolg», wie Kaspar Staub sagt. Studierende und Lehrpersonen verschiedener Universitäten nutzen das Angebot bereits rege. Gleichzeitig erhöht sich mit jeder Anwendung die Datenbasis und ermöglicht den Wissenschaftlern weitere Einblicke ins Thema.