Porträtaufnahme von Yonca Krahn beim Bellevue.

«Schweiz für Incomings»

Ein ethnografischer Blick auf die Schweiz für Austauschstudierende

Wer für ein Austauschsemester an der UZH studiert, muss sich nicht nur im universitären, sondern auch im Schweizer Alltag zurechtfinden. Um die Gepflogenheiten der Hochschule und des Gastlands sowie Vernetzungsmöglichkeiten zu vermitteln, bietet die Universität seit Kurzem ein spezielles Programm an: Yonca Krahn, Juliane Neuhaus und Mischa Gallati vom Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft haben das Modul «Schweiz für Incomings» mit Unterstützung des Lehrkredits entwickelt. Die auf Englisch geführte Lehrveranstaltung richtet sich ausschliesslich an Austauschstudierende – unabhängig von ihrem Fach und ihrer Studienerfahrung. «Wir haben eine Lehrveranstaltung konzipiert, die zeigt, wie Menschen in einer pluralen Einwanderungsgesellschaft wie der Schweiz leben», erklärt Mischa Gallati. Um ihren Blick zu schärfen, lesen die Studentinnen und Studenten zum Beispiel kulturwissenschaftliche Texte mit Bezug zur Schweiz und diskutieren sie gemeinsam. Daneben besuchen sie urbane Orte wie den Zürcher Sechseläutenplatz – um sie systematisch zu beobachten und zu erfahren, wie sich der Alltag abspielt. Ausserdem werden die Mobilitätsstudierenden in ethnografische Methoden wie Interviewführung und Fotoethnografie eingeführt. Das Projektteam kombiniert bewährte Lehrformate wie den Präsenzunterricht mit innovativen Lehrformen ausserhalb der Universität. Ausserdem fördert es mithilfe eines Blogs die Vernetzung und den Wissenstransfer. Die Nachfrage seitens der Studierenden ist gross: «Schweiz für Incomings» wird im Herbstsemester ein zweites Mal durchgeführt und ist bereits ausgebucht.