Interdisziplinäre UZH-i Ringvorlesung «Nachhaltigkeit jetzt!»

Grafische Kreise
Grafische Kreise

In der vom Nachhaltigkeitsteam, dem Right Livelihood Zentrum der UZH und der Kommission UZH Interdisziplinär (UZH-i) veranstalteten semesterbegleitenden Online-Veranstaltung werden globale gesellschaftliche Herausforderungen und disziplinübergreifende Problemfelder wie Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, Ernährungssicherheit, Ressourcenverknappung, volkswirtschaftliche Stabilität und soziale Ungleichheit diskutiert. Jede Vorlesung fokussiert auf einen Aspekt nachhaltiger Entwicklung, etwa auf das Engagement für eine chemiewaffenfreie Welt oder den Kampf für die Rechte der Frauen in Indiens Kastensystem. Die jeweiligen Inputreferate bestreiten eingeladene Preisträgerinnen und Preisträger des Right Livelihood Awards, der auch als «Alternativer Nobelpreis» bekannt ist. Anschliessend werden die in den Vorträgen angesprochenen Themen im Rahmen eines Podiums mit Forscherinnen und Forschern der UZH und Fachleuten aus Politik, Kultur und NGO-Bereich diskutiert. 
Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich, den teilnehmenden Masterstudierenden wird zusätzlich ein flankierendes Lehrprogramm geboten, in dem sie berufsrelevante Skills trainieren können, etwa wie man eine Personenrecherche durchführt, ein moderiertes Gruppengespräch vorbereitet, einen thematischen Essay oder eine Medienmitteilung schreibt. «Die Studierenden erhalten die Chance, eine Podiumssituation quasi aus der ersten Reihe kennenzulernen», sagt Aline Steinbrecher, Leiterin des Right Livelihood Zentrums der UZH. Wie funktioniert ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kulturen und Interessensgruppen? Wie können Forschende unterschiedlicher Disziplinen mit Leuten aus der Praxis und Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, die mit wissenschaftlicher Arbeit nicht vertraut sind? Und wie müssen die Moderatoren die vorgestellten vielfältigen Perspektiven und Meinungen wieder auf das Kernthema der Nachhaltigkeit zurückbringen?
Vorgesehen ist zudem, dass sich die Studentinnen und Studenten während der Live-Diskussionen mit vorbereiteten Fragen an die Podiumsteilnehmenden wenden und so auch in direkten Kontakt mit den «big names» treten können. «Für die Studierenden ist es sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis, die Preisträgerinnen und Preisträger des Right Livelihood Awards, die ja allesamt herausragende, faszinierende Persönlichkeiten sind, kennenzulernen und sich von deren Ideen für eine bessere Gesellschaft inspirieren zu lassen.»